Kategorie A2 Blitzer - Bielefelder Berg

25 Talbrückenstraße FR Eisenbahnbrücke

Vor dem Fußballplatz in Schildesche, mit Blick auf die Eisenbahnbrücke, versteckt sich der Blitzer hinter dem Haltestellenschild. Diese Kamera dient der Verkehrsberuhigung und dem Schutz der Anlieger. Die Kurvenführung am Halhof ist für einige Autofahrer zu schwierig gewesen, da deren Fahrt im Kurvenbereich rechts oder links neben der Straße im tiefen Straßengraben geendet hat Auch auf Grund des Fußballplatzes, der hinter der Kurve auf der rechten Straßenseite liegt, sollen die Autofahrer zu einer maßvollen Geschwindigkeit angehalten werden.

 Talbrückenstraße

13 Heeper Straße/Huberstraße

Heeper Straße/Huberstraße FR Innenstadt

Direkt hinter der Ampel befinden sich auf der - in Fahrtrichtung gesehen - rechten Seite die Carl-Severing-Schulen. Auf der linken Seite der Heeper Straße befinden sich einige Geschäfte, die in den Schulpausen magische Anziehungskraft auf die Schüler haben. Deshalb soll die Geschwindigkeit auf der Heeper Straße verringert werden. Die Stadt Bielefeld hat zwar eine Rotlichtüberwachung an der Kreuzung mit der Huberstraße eingerichtet, allerdings hat diese Rotlichtüberwachung auch indirekt Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, mit der auf der Heeper Straße an den Carl-Severing-Schulen vorbeigefahren wird. Nur wenige werden ein Bußgeld wegen eines Rotlichtverstoßes riskieren, um noch eben über die Kreuzung zu huschen. Beim Anfahren werden keine so hohen Geschwindigkeiten erreicht, so dass die Stadt Bielefeld mit der Rotlichtüberwachung auch gleichzeitig eine Geschwindigkeitsregulierung - wenn auch nicht bußgeldbewährt - erreicht.

 

Heeper Straße Huberstraße

Blitzrekorde


Blitzer auf der A 2 bei Bielefeld schlägt alle Rekorde




Bielefeld. Der Blitzer auf der A 2 bei Bielefeld ist Anfang Dezember 2008 in Betrieb genommen worden und hat bereits in der ersten Woche mehr als zehntausend Fotos geschossen. Mit dieser Anzahl an Geschwindigkeitsübertretungen und dem hiermit verbundenen Arbeitsaufkommen hatte die Stadt Bielefeld im Vorfeld nicht gerechnet. Sie hat deshalb mittlerweile mehr als 20 neue Mitarbeiter eingestellt.

Die Ordnungsbehörden der Stadt Bielefeld wissen zwar, dass der Bielefelder Berg in Richtung Hannover gefahrenträchtig ist, weil das Gefälle viele Autofahrer dazu bringt, noch einmal ein bisschen mehr Gas zu geben als sonst. Das Gefälle liegt zudem in einer langgezogenen Linkskurve und direkt hinter der Kurve ist die Ausfahrt "Bielefeld Zentrum". Dieses zusammen mit der extrem hohen Verkehrsdichte von etwa 50.000 Fahrzeugen pro Tag hatte dazu geführt, dass an dieser Stelle nur 100 Stundenkilometer erlaubt sind.

Bereits in der ersten Woche ist ein PKW mit 202 Stundenkilometern geblitzt worden. Der Pkw hat Glück gehabt, dass ihm nichts passiert ist. Wahrscheinlich ist, dass ihm auch in der kommenden Zeit nichts passieren wird. Der verantwortliche Fahrzeugführer ist nämlich mindestens 375,00 Euro los und muss zudem für drei Monate auf seinen Führerschein verzichten.

Die Stadt Bielefeld hat für die neue Geschwindigkeitsmessanlage der Firma Robot Visual Systems 175.000 Euro zahlen dürfen. Dieser finanzielle Einsatz hat sich aber bereits in der ersten Woche ausgezahlt, da bereits Bußgelder in Höhe von ca. 500.000,00 Euro verwirkt worden sind.

Auch viele LKW-Fahrer haben schon feststellen müssen, dass die Geschwindigkeitsmessanlage die Silhouette des gemessenen Fahrzeuges erkennt und damit bei dem Lastverkehr eine andere Geschwindigkeit (80 km/h) messen kann als bei einem PKW (100 km/h). Diese Funktion der Geschwindigkeitsmessanlage war den Ordnungsbehörden der Stadt Bielefeld wichtig, da gerade im Schwerlastverkehr bei der Verkehrsdichte immer wieder brenzlige Situationen wegen überhöhter Geschwindigkeit auftreten.

Im Jahr 2008 hat es auf der Strecke zwischen den beiden Bielefelder Anschlussstellen mehr als 400 Unfälle gegeben. Bei diesen Unfällen starben vier Menschen, viele Menschen verletzten sich schwer. 40 Prozent der Fälle war auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.

Quelle, Neue Westfälische

Konjunktur für den Blitzer



Seit zwei Jahren sorgt die Blitzanlage an der A2 für Arbeitsplätze, Einnahmen und Medieninteresse



Bielefeld. Wenn das Licht aufblitzt, ist es auch auf der A2 am Bielefelder Berg zu spät. Hier steht seit annähernd zwei Jahren der Blitzer, der bei den Betroffenen für Ärger und Wut, bei der Stadt Bielefeld aber auch für ungeahnte Einnahmen und bundesweites Interesse sorgt.

Die Mitarbeiter der Stadt Bielefeld bekommen die schnellen Autofahrer als erste zu Gesicht. Sie sitzen im ersten Stock eines Bürohauses an der Paulusstraße und bearbeiten die Aufnahmen aus dem Blitzer von der A2. Zweimal in der Woche fährt ein Mitarbeiter der Stadt Bielefeld zum Bielefelder Berg, um die neuen Aufnahmen auf ein Laptop zu übertragen.

Dieser Kollege wird oft vor Gericht als Zeuge gehört und zieht damit den kollektiven Unmut der betroffenen Autofahrer auf sich. Deshalb will er sein Privatleben schützen. Mittlerweile gibt es Tage, die er von morgens bis nachmittags im Amtsgericht Bielefeld verbringt, alles nur wegen dem Blitzer auf der A 2.

Mit einem Laptop sucht dieser Mitarbeiter zweimal in der Woche den Blitzer an der A2 auf, um die Daten herunterzuladen und die Anlage zu kontrollieren. Zurück im Büro werden alle Bilder von ihm im Archiv gespeichert, immerhin handelt es sich um Beweismaterial. Dannach kümmern sich die übrigen Mitarbeiter der Stadt Bielefeld in der Paulusstraße um eine erste Einschätzung und Bearbeitung einer jeden Aufnahme. Es sind zunächst erste Fragen abzuklären, wie Erkennbarkeit des Kennzeichens und Fotoqualität des Fahrers oder der Fahrerin. Auch darf nur ein Auto abgebildet sein und dieses muss deutlich einer Fahrspur zugeordnet werden. Wenn alle Gesichtspunkte diesen ersten Vorgaben entsprechen, entstehen die Bilder, die vermutlich jeder schon einmal erhalten hat, diese leicht unscharfen Bilder in Schwarz-Weiß auf dem Anhörungsbogen. Der Fahrer oder die Fahrerin ist abgebildet, ein weiteres Bild zeigt das Kennzeichen des Autos.

Etwa 3.500 bis 4.500 Aufnahmen befinden sich jedes Mal auf dem Laptop. Diese Zahl macht deutlich, was sich in den ersten Wochen in der neuen Abteilung des Ordnungsamts abgespielt haben muss. Bereits nach drei Tagen hatte die Stadt Bielefeld allein auf Grund der Geschwindigkeitsüberschreitungen am Bielefelder Berg 5.500 neue Fälle zu bearbeiten. Die Stadt Bielefeld hatte ursprünglich lediglich 3 zusätzliche Mitarbeiter im (bestehende Bürogebäude) Ravensberger Park eingeplant. Nach zwei Monaten hatte die Stadt Bielefeld 27 Mitarbeiter eingestellt und neue Büroräume in der Paulusstraße angemietet. Dieses hat zwar zusätzliche Kosten für Personal, Miete und Material in Höhe von 2-3 Millionen Euro verursacht. Der Stadt Bielefeld verbleiben aber trotzdem rund 7 bis 8 Millionen Euro. Mit diesem Geld ist beispielsweise der städtische Anteil der Projekte bezahlt worden, die Geld aus dem Konjunkturpaket II bekommen haben.

Die Stadt Bielefeld könnte sogar doppelt so viel Geld einnehmen, wenn alle Fristen eingehalten werden könnten und wenn keine Verfahren an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden müssten. Behauptet der Betroffene z.B., er sei nicht der Fahrer gewesen und legt Einspruch ein, muss eine Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Bielefeld durchgeführt werden. Bußgeld aus solchen Verfahren gehen an das Land Nordrhein-Westfalen.

Ein weiteres Problem sind die Fahrer aus anderen insbesondere osteuropäischen Staaten. Diese Fahrer ordnungsbehördlich zu verfolgen, ist auf Grund längerer Postlaufzeiten nahezu unmöglich. Dieser "Vorteil" wird aber in absehbarer Zukunft abgeschafft werden, da auf europäischer Ebene eine Vereinheitlichung der Ahndung und Vollstreckung von Bußgeldverfahren grenzüberschreitend geplant ist.

Quelle: Neue Westfälische